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Ce qu'ils en ont écrit

Critiques sur mes publications II


"Ee wéi deen aneren"

"Von einem Fragment kann man nicht verläßlicherweise auf ein Ganzes schließen. Auch gehört an diese Stelle der Zeitung keine Literaturkritik. Für prinzipielle Überlegungen aber genügt ein Indiz.
Zu einigen grundsätzlichen Gedanken mag die Szene anregen, die die "Hei elei"-Redaktion gestern als Vorgeschmack(losigkeit) auf ein in vierzehn Tagen integral in die palmsonntäglichen Luxemburger Stuben zu übermittelndes Fernsehspiel eines sozialistischen Autors auftischte.
Verspäteter Luxemburger Anschluß an die neuere bundesdeutsche Fäkalliteratur? Vom 'Butt' hört man doch seit geraumer Zeit nichts mehr!"

lz (= Léon Zeches-Leitartikel in L.W., 17.3.80)

"Par contre, la conclusion est un des points forts de cette première télévisée: le retour silencieux de la mère. Ce constat d'échec fort pessimiste, dans un milieu où rien n'a changé, nous a fortement ému.
Observateur des moeurs grand-ducales, Guy Wagner est également l'observateur de la langue telle qu'on la parle. Bien sûr, les mots n'y sont pas dépourvus d'une rudesse certaine: mais que voulez-vous, les Luxembourgeois ne fréquentent pas tous, heureusement, les salons littéraires des siècles passés."

André Wengler (Républicain Lorrain, 1.4.80)

"So! Nun ist er's los, RTL hat das Wasser gezogen."

P.Z. (in Leserbriefe L.W. 2.4.80)

"Ee wéi deen aneren - mir hun es sat
Das Stück und der Autor gehören nämlich zu einer Garnitur, die ,,ee wei deen aneren" über denselben Leisten gezogen ist, und die ,,ee wei deen aneren" - (mit unterschiedlichem Talent allerdings) - in dieselbe Kerbe haut, daß die Späne nur so fliegen, um unsere Gesellschaft, unsere Familienstruktur und unsere christlich-abendländische Kultur umzulegen. Sie mögen einfach keine heile Welt, haben aber nichts gegen eine geile; sie wollen keine christliche, dafür aber eine heidnisch-marxistische, und so geht es dann im schwarz-weiß Prozeß an die Kirche, die Familie, die Schule, den Betrieb, den Handel, usw., usw."

Nicolas Estgen (L.W., 4.4.80)

"Entlarvend
in Sachen „family life" made in Luxembourg war Guy Wagners beim tetztjährigen nationalen Theaterwettbewerb ausgezeichnetes Stück „Ee wei deen aneren", das am vergangenen Sonntag über die Antennen unseres ansonsten nicht gerade sehr sozialkritischen „Hei elei" die selbstvergnügt verdauenden Familien vorm Femsehschirm etwas aus dem Weekend-Trott schreckte. (…)
„Ee wei deen aneren"
jedenfalls hatte dank dieser Polemik vor der Sendung bereits genug Öffentlichkeit. (…) Ansonsten war das Stück ein Schuß ins Schwarze : 32 Telefonanrufe aufgeregter Zuschauer erreichten den Autor nach der Sendung. Es scheint also, als wäre es um die Luxemburger Familien nicht so gut bestellt, wie Herr Estgen, Herr Spautz und Konsorten das gern haben möchten."

René Clesse (Lëtzebuerger Land, 4.4.80)

"„Ee wei deen aneren" Reaktionäre hinterm Ofen hervorgelockt
Vorerst ein dreifaches „Hut ab"'.
Hut ab vor Guy Wagner, der den Mut hatte dieses Stück einer Jury zu präsentieren. Hut ab vor der Jury, die im Gegenteil zu ändern Literaturexperten den Wert des Stückes richtig einzuschätzen wußte. Hut ab schließlich vor den RTL-Verantwortlichen, dem traditionellen „Hei elei-Publikum" für einmal eine Kost aufzutischen, die sie nach dem Sonntagsnachtisch nicht eindösen läßt. Wir möchten dies als eine mutige Öffnung zur Erkenntnis deuten, daß die dem Hei elei-Publikum bislang stereotyp vorgegaukelte Heile-Welt-Atmosphäre auf die Dauer nicht nur langweilig, sondern auch selbstbetrügerisch ist.
Den Inhalt des Stückes könnte der Autor in tausend Stuben, Küchen und Schlafzimmern dieses Landes abgeluchst haben. Die Story ist platter soziologischer Alltag und wenn sie schockiert, dann eben nur, weil bislang an präzisen Orten gepflegte Tabus verhinderten, daß wir uns den Spiegel vorhielten. (...)
Guy Wagner hat unserer nationalen Glotze eine neue Dimension gegeben und er vermochte die Reaktion der Heuchler und Ewiggestrigen zu provozieren. Das ist bereits ein untrügliches Gütesiegel. Wagner sollte sich ab sofort mit Manderscheid in einer beglückenden Schicksalsgemeinschaft fühlen; Bemühungen die „stillen Tage in Luxemburg ee wei deen aneren" auf ihre systembedingte Hohlheit abzuklopfen und die Aushöhler bloßzustellen, müssen um so mehr gefördert werden, als letztere immer wieder und besonders im Augenblick versuchen, die Abklopfer und Entlarver mundtot zu machen."

josy braun (tageblatt, 5.4.80)

Toute la polémique sur la pièce comme dossier dans "Helleg Famill", pp. 167-213


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 Illustration

Les protagonistes de
"Ee wéi deen aneren":
Micky et Ali Bintz,
Simone Felten et Claude Bommertz

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